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Dave Gahan
"Paper Monsters" Songtexte von Dave Gahan nach Album geordnet |
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Dave Gahan
"Houglass" Songtexte von Dave Gahan nach Album geordnet |
Es passiert äußerst selten, dass der Werbe-Slogan einer Plattenfirma ein Albumprojekt prägnant und treffend umschreibt. Nicht so in diesem Fall: "Dave Gahan ist die Stimme von Depeche Mode" schallt es aus dem Hause Mute. Ein nüchterner Satz, der erst bei genauerer Betrachtung auf die eigentliche Brisanz der Veröffentlichung hinweist: Es bleibt nur noch die Stimme. Denn auf der in 2003 als Solodebüt erschienenen LP "Paper Monsters" singt der Depeche Mode-Frontmann zum ersten Mal in über 20 Jahren nicht die Songs von Martin L. Gore, sondern seine eigenen. Das Resultat fällt überraschend sanft aus. Die Single-Auskopplung "Dirty Sticky Floors" weckte zunächst spontane Assoziationen an Depeche Modes letzten Rockausflug "Barrel Of A Gun", was der Wahl-New Yorker sicher als Kompliment auffassen würde. Zwangsläufig muss sich "Paper Monsters", das in Zusammenarbeit mit Siouxsie & The Banshees-Gitarrist Knox Chandler und Sigur Rós-Produzent Ken Thomas entstand, nämlich mit Gores routiniertem Songwriting-Talent messen lassen, was zwar nicht ganz fair, aber eben auch unumgänglich ist. Die Klasse der Single erreicht Gahan mit drei weiteren Songs. "Hold On" ist eine zarte, von Wehmut getragene Ballade, die dennoch den vorsichtigen Optimismus transportiert, der sich in den Zeilen verbirgt. Die Melodieführung erinnert dabei auffällig an Eskobar. In "Bottle Living" frönt er - leider zum einzigen Mal - hemmungslos dem Rock'n'Roll, stilecht mit Gitarrenwalze und cooler Stones-Blues-Harp. Die Slide-Gitarre packt er auch im Album-Juwel "Black And Blue Again" aus, einem von Percussions angetriebenen, schaurigen Balladen-Monolith, das in einem orgiastischen Streicher-Finale gipfelt. Vor allem bei diesen Songs merkt man Gahan den Spaß an, den er dabei hatte, sich frei von jeglichen Kompromissen am Mikro auszutoben. Dagegen spiegeln "A Little Piece", das seiner Tochter gewidmete Wiegenlied "Stay" und allen voran "I Need You" eine seltsame Ideenlosigkeit wider. Hinsichtlich der bekannten Kunst Gore'scher Text-Metaphorik muss man ab und an schmunzeln, etwa wenn Gahan allzu klischeebehaftete Kreuzreime auftischt ("When I trust in you, you can trust in me - maybe someday we can all be free"). Gegen Ende hebt sich noch das Cure-rockige "Hidden Houses" aus der mitunter seichten Schwerfälligkeit hervor, bevor die Ballade "Goodbye" mit fettem Drum-Gewitter die Solo-Vorstellung schließt. Bei aller Kritik hat Dave Gahan doch immerhin den Beweis erbracht, dass er mehr als "nur" ein guter Sänger ist. |
"Hourglass" - so der Titel des zweiten, Ende Oktober 2007 erschienenen Soloalbums. Dies ist dann die zweite Mute-Veröffentlichung nach seinem Debüt "Paper Monsters" (2003). Das "Q magazine" wählte damals sein Erstlingswerk in die Top 50 der Album-Jahrescharts und das zeigt, das Dave Gahan nicht nur ein begnadeter Sänger, sondern auch ein wirklich guter Songschreiber ist. Nachdem nun Depeche Mode mit "Playing The Angel" mit 2 Millionen verkauften Alben und in 18 Ländern auf Platz 1 der Charts landete, folgte die extrem erfolgreiche Tournee, bei der Depeche Mode vor über 2,5 Millionen Menschen in 30 verschiedenen Ländern spielte. Dave Gahan hat sich nur eine sehr kurze Kreativpause gegönnt und nach der ausgedehnten Tour 05/06 den größten Teil des Jahres 2007 mit der Arbeit an seinem zweiten Soloalbum verbracht. Entstanden ist ein sehr ausgereiftes, vielseitiges und wesentlich elektronischeres Album als das Solodebüt. Ohne Zeitdruck in Form einer Deadline schrieb und produzierte Dave alle Titel in Zusammenarbeit mit Christian Eigner (Drums) und Andrew Phillpott (Gitarre), beide Mitglieder der Depeche Mode - Tourband. Sie arbeiteten in Gahans "11th Floor Studios" in seiner Wahlheimat New York City, in der er bereits seit 10 Jahren lebt. Tony Hoffner, bekannt durch Arbeiten mit Beck, Air, The Kooks and Fratellis konnte für das Abmischen des neuen Albums gewonnen werden. "Hourglass" klingt elektronischer als "Paper Monsters". Wichtig war Gahan aber, das sich nicht alles soundtechnisch perfekt oder steril anhört, sondern das man kräftige Sounds und Spontanität mit Ecken und Kanten spührt. Als Vorboten des Albums gab am 27.08.2007 bereits die Radioversion der Single als digitaler download veröffentlicht. Am 05.10.2007 erschien die Single „Kingdom“ dann auf 7“ Vinyl, als 2-track CD und CD Maxi inklusive B-Seiten und Remixen. Dave Gahan schrieb dabei ein Stück Musikgeschichte, denn der Song “Kingdom” ist bereits allein via Download-Portalen auf Platz 70 der deutschen Single-Charts eingestiegen. Es ist die erste Top-100-Singlechartsposition in der Geschichte der EMI, die allein auf digitale Downloads zurück geht. Das Reglement für die Ermittlung der Charts war erst im Juli 2007 geändert worden, um digitalen Medien ein stärkeres Gewicht zu verleihen. Die CD von Kingdom erschien am 5. Oktober 2007. |