Wenn man sich die Perfomance von Depeche Mode in den Verkaufsrängen ansieht, dann fällt auf, dass bei der Vielzahl von Alben- und Singles-Veröffentlichungen die Quantität und die Dauer der Chartsplatzierungen recht überschaubar ist.
Auch wenn sich Depeche Mode anfänglich noch ziemlich schwer in den Albenplatzierungen taten, konnten Dave & Co. bereits mit den ersten Auskopplungen aus der Debütplatte "Speak & Spell" Platzierungserfolge feiern.
Erst Ende der Achziger, Anfang der Neunziger Jahre nahmen auch die Teilnahmen an den Top 40 Charts zu. Dennoch blieben sich DM über die Jahre der Bandgeschichte ihrer Tradition treu, keinen Meanstream zu produzieren. Dies war ohnehin kaum möglich, da die Werke der Band wegen der kurzen Chartpräsenz bis heute kaum Beachtung in den Radiostationen dieser Welt fanden und finden. Bis in die Gegenwart werden Depeche Mode dauerhaft nur ins Programm von Radiosendern aufgenommen, in denen auch die Redakteure der Band verfallen sind.
Nur eine immer größer gewordene und wohl weiter wachsende Fangemeinde waren und sind ein Garant für den Verkaufserfolg und den Einstieg in die Verkaufscharts.
Die infolge von längeren Veröffentlichungspausen schier ausgehungerte Fangemeinde kaufte zum Zeitpunkt des Verkaufsstarts regelmäßig die Regale leer. Selbst massenhafte Vorbestellungen konnte man wie im Beispiel der Remix-Compilation 81-04 nicht gleich vollständig befriedigen. Dieser Hype löste teilweise hohe Charteinstiege aus. Nachdem sich die Fans mehr oder weniger eingedeckt hatten, wurde Depeche Mode allerings schnell vom allgemeinen Sing Sang der Musikindustriefabriken abgelöst. Und dennoch scheint es mittlerweile egal was und in welcher Form veröffentlicht wird. Die Fans sind zahlungskräftig und dankbar für jede Neuigkeit aus der Depeche Mode Fabrik. Auch dann, wenn zuweilen die Veröffentlichungen von bereit mehrfach aufgelegten Platten ins Geld der Fans geht. Spätestens seit der Labelübernahme durch EMI, übertreiben es die "Plattenbosse" mit einer Art Aufguss alter Platten. Sie riskieren wie bei vielen anderen Künstlern natürlich auch bei Depeche Mode die Übersättigung des Marktes. Ziemlich sicher scheint, dass die Mitspracherechte der Band, anders als bei dem zuvor noch selbständig agierenden MUTE Label, nicht so sehr ins Gewicht fallen. Schade eigentlich!