| Music For The Masses | 1987 |
Tracklist: |
(Stumm 47) |
Cover |
|
- Never Let Me Down Again
- The Things You Said
- Strangelove
- Sacred
- Little 15
- Behind The Wheel
- I Want You Now
- To Have And To Hold
- Nothing
- PIMPF (instrumental)
- Agent Orange (instrumental)
- Never Let Me Down Again (Aggro mix)
- To Have And To Hold (Spanish Taster)
- Pleasure, Little Treasure
|
![]() |
| go to Singles | go to Lyrics |
Alle Titel geschrieben von Martin L. Gore. Aufgenommen im Guilliaume-Tell Studio in Paris und in den Konk Studios in London 1987. Produziert von Depeche Mode und David Bascombe. Veröffentlichungsdatum: 28.9.1987 Die Erstauflage der LP erschien in Deutschland in blauem Vinyl und in England in klarem Vinyl. Nachdem Depeche Mode ihre Alben bis 1986 zusammen mit Daniel Miller produziert hatten zog sich dieser nach dem 'Black Celebration' Album aus dem Produktionsprozess etwas zurück, um sich mehr seiner Plattenfirma Mute und den anderen Künstlern zu widmen. Aus diesem Grunde verpflichteten Depeche Mode David Bascombe für die Albumproduktion. Dieser hatte zuvor untern anderem mit der Band 'Tears For Fears" gearbeitet. Durch den Rückzug von Daniel Miller konnte bei diesem Album auch Alan Wilder seiner Kreativität mehr freien Lauf lassen. Im Gegensatz zu den früheren Alben klingt dieses Album durch den verstärkten Einsatz von akustischen Instrumenten wie Gitarre, Streicher und Bläser sehr viel dynamischer. Das wohl beste Beispiel dafür ist das wohl beste Stück des Albums 'Never Let Me Down Again' welches noch heute ein Highlight bei jedem Konzert ist. |
Wieder einmal schaffen DM es alle Fans und auch Kritiker zu überraschen. Nachdem Sie uns mit dem Vorgänger „Black Celebration" die dunkle Seite der Pop Musik nahegebracht haben schlagen die vier Jungs mit „Music for the Masses" nicht mehr ganz so düstere Töne an. Schon mit der ersten Single „Strangelove" betraten DM unberührten Boden. Extrem tanzbar schlug die Single ein wie kaum vorher eine Single-Veröffentlichung der Band. Anton Corbijn tat mit der Inszenierung des dazugehörigen Videos sein übriges. Seit 1986 ist der niederländische Fotograph und Filmemacher Corbijn ständiger Begleiter der Band. Mit Ihm bekamen DM wesentlich mehr Profil verpasst als vorher. Wie schon beim Vorgänger „Black Celebration" oder auch bei allen Nachfolgern wie „Violator" oder auch „Songs of Faith and Devotion" war „Music for the Masses" ein Album welches man vom ersten bis zum letzten Lied durchhören kann, ohne das es irgendwie langweilig wird. Wie immer zeigen sich Depeche Mode mit Titeln wie „I want you now" oder vor allem das mit einem russischen Männerchor hinterlegte „Pimpf" sehr experimentierfreudig. Die Zusammenarbeit zwischen dem Songwriter Martin Gore und dem Soundtüftler Alan Wilder klappte auch bei „Music for the Masses" hervorragend. Jeder Titel des Albums ist gelungen und absolut Individuell. Mit der Singleauskopplung „Never let me down again" setzten sich Depeche Mode selbst ein Denkmal. Noch heute, über fünfzehn Jahre danach, ist der Song Höhepunkt und meistens Abschluß aller DM-Konzerte. Das Album ist wirklich reich an Höhepukten wie z.B. schon das geniale Intro zu „Behind the wheel, oder das für DM etwas ungewöhnliche „Little 15". Schade das es Titel wie „Sacred" oder auch „Nothing" nicht zur Single schafften, aber genau daran sieht man wie vielschichtig und exzellent dieses Album ist. Für mich als Fan ist es schwer mich auf ein Lieblingsalbum der Band festzulegen,aber „Music for the Masses" gehört bestimmt zum Favouritenkreis. |
Kurzhistory zum Album |
Was kommt nach "Black Celebration"? Depeche Mode sind sich einig: Ein musikalischer Richtungswechsel steht an. Weg von den düsteren Industrialklängen. Und deshalb verzichtet man bei der Arbeit am nächsten Album auf Gareth Jones und heuert Dave Bascombe als Studiochef an, der zuvor für Peter Gabriel und Tears For Fears gearbeitet hatte. Die Studioaufnahmen finden in Paris und London statt. Gerade Alan Wilder erweist sich einmal mehr als Perfektionist. Jeder Sound, jeder Rhythmus muss millimetergenau sitzen. Der Rest der Band kämpft zeitweise gegen gähnende Langeweile an. Als erste Single wird "Strangelove" ausgekoppelt. Nicht mehr als ein Achtungserfolg. Anton Corbijn dreht dazu das zweite Video für die Band und wird ihr visuelles Erscheinungsbild für die nächsten Jahre prägen. Im Juni 1987 zieht die Band schließlich nach Dänemark, um das Album mitten auf dem Land, in den "Puk"-Studios, abzumischen. Die ländliche Abgeschiedenheit soll eine konzentrierte Arbeitsweise ermöglichen. Das ausschweifende Nachtleben fällt vorerst aus. Die zweite Single "Never Let Me Down Again" erweist sich wieder als Volltreffer. Der hymnische Song klettert in Deutschland bis auf Platz Zwei und verspricht ein großartiges Album. Dieses erscheint dann im September unter dem Titel "Music For The Masses" und kann das Versprechen nicht ganz einhalten. Keiner der Songs erreicht das Niveau von "Never Let Me Down Again", das Album ist stellenweise etwas steril. Auch die Band ist nicht hundertprozentig zufrieden. Wilder beklagt, dass Gores Demos schon zu ausgefeilt waren und wenig Spielraum für Interpretationen im Studio gaben. Trotzdem darf man bei "Music For The Masses" bestimmt nicht von einem künstlerischen und kommerziellen Misserfolg sprechen. Viele Fans lieben die Platte, sie verkauft sich sehr gut. Dafür sorgen Songs wie das magisch pulsierende "The Things You Said", der klassische Pop von "Nothing" und die beiden weiteren Singles "Behind The Wheel" und "Little 15". Der Band bleibt jedenfalls nicht viel Zeit, um über die Stärken und Schwächen von "Music For The Masses" nachzudenken. Im Oktober geht sie auf ihre bislang längste Welttournee, die sich als Triumpfzug herausstellen und mit dem Livealbum "101" dokumentiert wird. |