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Exciter
2001
Tracklist:
(Stumm 190)
 
Cover
- Dream On
- Shine
- The Sweetest Condition
- When The Body Speaks
- The Dead Of Night
- Lovetheme (instrumental)
- Freelove
- Comatose
- I Feel Loved
- Breathe
- Easy Tiger (instrumental)
- I Am You
- Goodnight Lovers
Exciter
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Alle Titel geschrieben von Martin L. Gore.
Aufgenommen im RAK Studio in London, im Sarm West Studio in London, im Sound Design Studio in Santa Barbara, im Electric Lady Studio in New York und in den Sony Studios in New York 2000 und 2001.
Produziert von Mark Bell.
Veröffentlichungsdatum: 14.5.2001

Für das 2001 erschienene Album 'Exciter' holten sich Depeche Mode mit Mark Bell den Gründer und Kopf des englischen Technoprojektes LFO an ihre Seite. Neben den Veröffentlichungen seines eigenen Projektes fertigte Mark Bell schon einen Remix für die aus dem Album 'Ultra' ausgekoppelte Single sowie für die Single 'Faith Healer' des Soloprojektes Recoil von Alan Wilder an. Letztendlich ausschlaggebend für die Entscheidung von Depeche Mode war aber die Produktionsarbeit die Mark Bell auf den beiden Alben 'Homogenic' und 'Selmasongs' der isländischen Künstlerin Björk geliefert hat. Die Aufnahmen zu diesem Album unterschieden sich schon alleine dadurch grundsätzlich von vorhergehenden Plattenaufnahmen, das Dave während der kompletten Aufnahmen im Studio war und seinen Gesang nicht wie vorher am Ende lieferte, sondern parallel zu den anderen Aufnahmen. 'Exciter' ist nicht zuletzt aufgrund der Mitarbeit von Mark Bell ein vielschichtiges, minimalistisches und stellenweise experimentelles Album das einen bei Depeche Mode bisher in der Form unbekannten Optimismus versprüht.
 


Lange Zeit mußte der Fan nach dem Comeback Album „Ultra" von 1997 auf dieses Album warten. Dafür hat sich aber das Warten absolut gelohnt. Ich kann mich noch gut erinnerne das ich am Tag des erscheinens von „Exciter" bei Ladenöffnung im Geschäft stand um mir das neue Werk meiner Lieblingsband zu holen. Danach nur noch schnell in den CD Player schieben und genießen dachte ich. So hörte ich mir das ganze Album ein erstes mal durch und muß zugeben das ich bei diesem ersten hören schon ein wenig enttäuscht war. Diese Enttäuschung war aber nur von sehr kurzer Dauer, den „Exciter" ist eines von den Alben, welche bei jedem mal hören besser werden. Mittlerweile muß ich sagen das es zu meinen Lieblingsalben von DM gehört. Titel wie die Singles „Dream on" oder „I feel loved" gingen sehr schnell ins Ohr, aber andere Songs wie z.B. „Freelove", „The Dead of Night", „When the body speaks" oder auch „Goodnight Lovers" zünden erst nachdem man sie ein paar mal gehört hat, aber dafür umso heftiger. Sicher ist das Album nicht mehr mit Werken wie „Violator" oder „Black Celebration" zu vergleichen, aber mal ehrlich wenn sich ein Album wie das anderen anhören soll, dann kauf ich mir Alben von talentfreien Bands wie Modern Talking. DM präsentieren sich mit „Exciter" von einer neuen, sehr experimentierfreudigen Seite. Martin Gore zeigt wieder einmal das er in einer Zeit in der pubertierende pickelige Möchtegern Stars sich in den Charts tummeln zu den besten Songwritern der Gegenwart gehört. Dave Gahan beweist auch im reiferen Alter das sich viele andere Frontmänner noch eine Scheibe abschneiden können. Vor allem auf der folgenden „Exciter-Tour" bewiesen DM das sie noch lange nicht zum alten Eisen gehören. Laut neuesten Informationen werden die Jungs im nächsten Jahr, also 2004, wieder ins Studio gehen. Bis dahin erfreuen wir uns mal an den alten Alben und an den kommenden Solowerken „Counterfeit 2" von Martin Gore und „Paper Monsters" von Dave Gahan. Was ich bisher so gehört habe wird Martin Gore ein sehr starkes Album an den Start bringe während Dave Gahan wohl das Songwriting anderen überlassen sollte. Aber lassen wir uns mal überraschen. Vielleicht erwartet uns ja doch ein „Exciter" (deutsch: Aufreger).

Kurzhistory zum Album

Lange mussten sich die Fans gedulden, doch endlich haben sich Dave, Martin und Andy zurückgemeldet. Und bringen uns gleich das "Rundum-Sorglos-Paket" in Form von neuer Single, neuem Album und einer Welttournee mit.

Mit der ersten Auskopplung aus "Exciter" lassen es die Jungs ziemlich ruhig angehen. Aber gewohnt stylish und catchy. Und Martin Gore darf mal wieder richtig Gitarre spielen. Das macht er ja am liebsten. So wurde "Dream On" zum wunderbaren Vorgeschmack auf das Album "Exciter". Und das ist großartig.

Im Video zu "Dream On" kutschiert Dave seine Bandkollegen durch einsame Wüstenlandschaften. Dabei ziehen am Autofenster surreale Traumbilder vorbei, ähnlich wie sie schon Oliver Stone in seinem Film "Natural Born Killers" verwendet hat. Bei uns kannst du dir das "Dream On"-Video in voller Länge anschauen. So oft du willst.

Ein paar warme Worte zu allen Album-Tracks. Und zu den Single-Auskopplungen sogar etwas mehr...

1. " Dream On"

2. "Shine"
Direkt im Anschluss an "Dream On" tut sich das getragene "Shine" ein wenig schwer. Dave Gahan erzählt von einer leidenschaftlichen Reise durch die Nacht, musikalisch springt der Funke nicht vollständig über. Aber keine Angst, "Shine" wird der einzige "Füller" des Albums sein.

3. "The Sweetest Condition"
Schleppender Rhytmus, relaxte Sleeze-Guitar, zweistimmige Gesangparts: "The Sweetest Condition" nimmt sofort gefangen und lässt im Kopf Bilder von einer Fahrt über die Road 66 bei Sternenhimmel entstehen.

4. "When The Body Speaks"

Ein Liebeslied, wie es zuvor eigentlich nur Martin Gore singen konnte. Aber auch Dave Gahan gibt die zärtliche, fragile Stimmung des Songs wunderbar wieder. Das neue "Somebody"?

5. "The Dead Of Night"
Ein Paukenschlag. Und eine Reise in die Vergangenheit von Depeche Mode. Haltestation: Die düstere "Black Celebration"-Phase des Jahres 1986. Harte Industrial-Beats und sägende Sounds jagen die Katze aus dem Zimmer. Großartig.

6. "Lovetheme"

Einer alten DM-Tradition entsprechend leitet dieses kurze Instrumental-Stück auf den nächsten Song über.

7. "Freelove"
Die dritte Auskopplung aus "Exciter", wurde für die Single-Veröffentlichung neu von Flood abgemischt. Eigentlich schade, denn gegenüber der Album-Version hat der Song dadurch leider etwas von seiner Faszination verloren. Aber nur etwas. Denn "Freelove" ist ein warmes, minimalistisches Liebeslied aus der Feder Martin Gores. Und bleibt entsprechend im Ohr hängen.

Das Video entstand erneut unter der Regie von John Hillcoat und wurde in New Orleans gedreht. Die Band wird auf einem seltsamen Anhänger-Gestell durch eine schwüle Südstaaten-Kulisse gefahren. Daves Gesang lockt vor allem die Frauen aus den Häusern. Dazu gibt es Schweiß und frisch gepressten Orangensaft.

Zwei Details werden den DM-Fans sicherlich auffallen: Zu einen sind wieder mal Lautsprecher im Stile des frühen Corbijn-Artworks unterwegs. Und in einer Szene trommelt der Tour-Schlagzeuger Christain Eigner in Großaufnahme durchs Bild. Damit ist er im Video fast genauso präsent wie Fletch...

8. "Comatose"
Martin singt. Weil Dave nach eigenen Angaben keinen Zugang zu diesem Song fand. Und weil Martin eigentlich immer zwei Lieder der Alben singen darf. Die gehören dann auch regelmäßig zu den Highlights. So auch hier. Eine Perle aus dem Synthesizer, melancholisch und klinisch rein.

9. "I Feel Loved"
Mit weitem Abstand der tanzbarste Song vom "Exciter"-Album. Und einer der besten. Denn Martin Gore hat mal wieder genug kleine Sound-Widerhaken eingebaut, um sich vom üblichen Dancefloor-Gestampfe zu separieren. Gerade die extrem verzerrten Instrumental-Parts zwischendrin beweisen die Zugehörigkeit zu einer ganz anderen Liga.

Das Video hat John Hillcoat gedreht. Von Anton Corbijn haben sich Depeche Mode zumindest videotechnisch bekanntlich verabschiedet. Hillcoat, der auch für die letzten beiden Nick-Cave-Clips verantwortlich ist, zeigt die Band bei einem Auftritt in einem kleinen, verschwitzten Club irgendwo in Asien.

Glänzende Frauenkörper in Slowmotion-Ekstase huldigen Dave Gahan, der seinen tätowierten Körper darbietet. Dazu gibt es jede Menge Schäferhunde, die von Wachmännern in den Club geführt werden und bedrohlich die Zähne fletschen. Aggressiv und energiegeladen: mal ein ganz anderer Blick auf Depeche Mode.

10. "Breathe"
Das zweite von Martin Gore gesungene Lied auf "Exciter". Handelt textlich von einem betrogenen Liebenden. Er will Gewissheit von seiner Angebeteten, wo schon alle Welt Bescheid zu wissen scheint. Ende offen, Song gelungen.

11. "Easy Tiger"
Wieder ein experimentelles Instrumental zur Überleitung. Wer hat sich nur diesen Titel ausgedacht?

12. "I Am You"
Wäre ein schöner Abschluss des Albums gewesen. Doch da kommt ja noch eins. Entspannter, geradezu bedächtiger Beginn, der in einem hypnotischen Finale gipfelt. Und wieder eine Liebeserklärung.

13. "Goodnight Lovers"
Langsam heißt es Abschied nehmen von "Exciter". Denn mit "Goodnight Lover" steht seit dem 11. Februar die vierte und letzte Auskopplung aus dem großartigen Album an. Passt ja wunderbar, denn schließlich lässt "Goodnight Lovers" ja auch "Exciter" ausklingen.

Das Video wurde erneut von John Hillcoat gedreht und erinnert mit seiner reduzierten Bildsprache an dessen jüngste Arbeit für Nick Cave. Entstehungsort waren die XSight Studios nahe Frankfurt. Quasi ein deutsches Baby. Und hoffentlich nicht der letzte DM-Clip überhaupt. Aber das wurde in der Vergangenheit ja schon oft genug befürchtet...



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