21 DAYS
"Dieser Song wurde um eine Art Stooges – Dröhnen herumgebaut, eine Bassgitarre in einer sehr seltsamen Art geschlagen. Er wurde mit meiner richtigen Stimme gesungen, so habe ich manche Sachen einfach herausgespuckt. Und ich glaube, dass wir diesen Turm der Angst bauen, in dem wir alle leben werden, bis wir uns dagegen entscheiden."
MIRACLES
"Dieser Song ist einer meiner Lieblingsstücke, weil er so ausdrucksvoll ist. Visuell ist es wie in den Nebel gehen und aus dem Nebel kommen. Er drückt ein wenig von dem aus, an was man glaubt, aber nicht ernsthaft. Ich werde mitteilen, dass ich nicht an Jesus glaube, aber dass ich immer noch weiter beten werde. Religion ist kein Konzept, das ich….ich denke, es ist veraltet. Aber gleichzeitig gibt es viele Momente, wo ich mich beim Beten für etwas ertappt habe. Wenn sich die Texte gegenseitig widersprechen, ist es, weil ich mir selber die ganze Zeit widerspreche. Die Sache ist, dass ich nicht an Wunder glaube, aber ich sehe, wie sie in meinem Leben und dem Leben anderer passieren. Ich habe starken Glauben an das Leben und die Liebe; ich glaube nur nicht an die Menschen. Aber es ist wirklich ein Lovesong. Und ich glaube an die Liebe, obwohl ich sie auch fürchte. In der Vergangenheit habe ich mich selbst komplett verloren, und wenn du dich verlierst, kannst du unmöglich eine Beziehung mit jemandem haben. Das in meinem Leben zu haben, eine Familie, das ist für mich das wichtigste, wie ich festgestellt habe."
USE YOU
"Dieser Song ist sehr leicht. Es geht um meine Abneigung gegen Leute, mich selbst, Abneigung gegen meine Arroganz und mein selbstzerstörerisches Verhalten. Ich will etwas benutzen, ich will das Leben dazu benutzen zu fliehen. Ich denke, das resultiert daraus, dass ich als Kind zu einer Sonntagsschule gezwungen wurde. Ich hörte es laut und deutlich, dass wir alle Sünder sind."
INSOLUBLE
"Es ist nur ein Wort, ich mag das Wort sehr. Es geht da um etwas, was du nicht wirklich greifen kannst, aber du weißt, dass es da ist. Ich merkte zwar, dass wir ihn nicht mit aufs Album nehmen sollten, aber wir haben ihn herausgeschnitten, die Drums herausgenommen. Und nun fühle ich, dass er passt."
ENDLESS
"Es geht darum, zu versuchen, daran zu glauben, daß da etwas ist am Ende des Tunnels und das irgendwie alle Probleme lösen kann; das ist die Illusion. Wir haben „Endless" auf 5 verschiedene Arten aufgenommen. Wir ließen es sehr hart klingen, aber das funktionierte nicht. Dann gingen Andrew und Christian in einen Club und der DJ ließ den Beat rückwärts laufen; die beiden kamen total aufgeregt zurück. Also haben wir Christian machen lassen und er präsentierte uns diesen off-beat. Ich denke, selbst in einem Pop-Format, wenn du dich selbst antreibst und Experimente zulässt, kann der Song auf so viele verschiedene Arten klingen; er ist hypnotisch, aber es ist auch ein Popsong."
A LITTLE LIE
"Dieser Song hat eine Art McGeoch/Siouxsie Sioux-Vibe. Sehr gothisch, und natürlich ist an Goth nichts falsches. Er ist wie einer dieser Songs, die echte Höhen und Tiefen haben und der dich an einen sonderbaren, irgendwie himmlischen Ort bringen. Viele der Depeche Mode – songs haben dieses Feeling; Martin und ich stehen sehr auf Moll-Akkorde. Der Beat ist eine Art morastisches Krabbeln; etwas aus der Tiefsee, was sich für mich wie etwas von John Lee Hooker and Muddy Waters anhört. Ich habe mich in diesem Song etwas über mich selbst lustig gemacht, indem wir dieses wirklich bombastische Opening genommen haben, und wie wir dann über gesungen haben, wie die Zeit dafür irgendwie verschwendet wurde."
DOWN
"Dieser Song ist einer meiner liebsten. Er hat so was von Country-Feeling in sich. Das ist die letzte kleine Reflektion der Zeit, zu der ich mit Paper Monsters fertig wurde. Er spiegelt die Tage wider, an denen ich nicht am Leben teilgenommen habe. Es gibt natürlich immer noch Tage, an denen ich immer noch so bin, wie „Scheiß drauf, laß uns ne Flasche Jack Daniels aufmachen."
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