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 Hourglass
2007
CD STUMM 288 / LP-STUMM 288
 Tracklist:


 01. Saw Something
 02. Kingdom
 03. Deeper And Deeper
 04. 21 Days
 05. Miracles
 06. Use You
 07. Insoluble
 08. Endless
 09. A Little Lie
 10. Down




 Singles:

 01. Kingdom


Hourglass

VÖ: 19.10. (CD) bzw. 22.10. (LP)
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  "Hourglass" Deluxe-Edition (CD + DVD - LCD STUMM 288) enthält zusätzlich eine DVD:

 
 CD 1 (CD)
 
 01. Saw Something
 02. Kingdom
 03. Deeper And Deeper
 04. 21 Days
 05. Miracles
 06. Use You
 07. Insoluble
 08. Endless
 09. A Little Lie
 10. Down


CD 2 (DVD)

01. Hourglass - A Short Film (17:52)
02. Kingdom (Video) (4:33)
03. Hourglass - The Studio Sessions (20:03)
       - Saw Something
       - Miracles
       - Kingdom
       - A Little Lie
04. Endless from Hourglass the Studio Sessions (3:44)

VÖ: 22.10.2007

 "Hourglass" (vinyl + plus entire album auf Bonus CD):

 01. Saw Something
 02. Kingdom
 03. Deeper And Deeper
 04. 21 Days
 05. Miracles
 06. Use You
 07. Insoluble
 08. Endless
 09. A Little Lie
 10. Down

"Hourglass" (digital download):
 zuzüglich drei exclusiven Remixen (tentative track listing):
 11. Kingdom - Digitalism radio edit I  12. Deeper and Deeper - SHRUBBN
 13. Use You - Kap10K
   

Alle Titel geschrieben von Dave Gahan, Christian Eigner & Andrew Phillpott, eine JJSR Productions Inc. Dave Gahan veröffentllicht Ende Oktober 2007 sein zweites Soloalbum. Diese Mute-Produktion ist der Nachfolger des Soloalbums von 2003, Paper Monsters, das sein Debüt als vollwertigen Songwriter auszeichnet. Die Scheibe erntete 2003 den Beifall der Kritiker weltweit (das Q magazine bezeichnete es als eines der Top 50 Alben des Jahres) und zog eine ausverkaufte Solotour durch die USA und Europa nach sich.
In Zusammenarbeit mit Drummer Christian Eigner – Depeche Mode Tourband – und Andrew Phillpott – der als Programmierer für die Depeche Mode Tour gearbeitet hat – hat Dave sein zweites Album voller Vielseitigkeiten und emotionaler Gewichtigkeit geschaffen. Anstatt einer Ansammlung von hochstilistisch und aalglatt prodizierten Songs, wirkt die Musik auf Hourglass wie eine direkte Weiterleitung der Gefühle, die Gahan versucht auszudrücken. Sie sind erstaunlich direkt, überhaupt nicht doppeldeutig. Das unheimlich schöne, gospel-angehauchte „Saw Something" eröffnet das Album.
Eine Tatsache, die für den Sänger wahrscheinlich wichtiger ist: Hourglass ist eine Seelenreise. In „Kingdom" bekennt er, dass „Ruhm mir nicht viel bedeutet", während sicher ist, daß er sich nicht von seinen miesen inneren Konflikten distanziert. Bei „Use You" lässt er bissig seine beträchtliche Empörung über die Menschen im Allgemeinen heraus, und besonders über sich selbst. Und bei „Down", der wahrscheinlich bekennenste Song des ganzen Albums, summt er resigniert, „Ich fühle mich so alt," während er eingesteht, dass „Unten am Boden dort ist, wo ich angebunden bin, um zu verenden." Aber mit Hourglass hat er sich nicht nur wieder tapfer seinen Dämonen gestellt, er hat ebenso den größten seiner Feinde identifiziert: die Zeit ansich. Und hat schlussendlich ein wenig Frieden mit ihr geschlossen.

SAW SOMETHING
"Als ich anfing zu schreiben, hatte ich diesen Song in meinem Kopf und in meinem Herzen, also konnte ich es kaum erwarten, an ein Mikro zu kommen und ihn zu singen. Der Text handelt von herumsitzen, auf etwas warten, das kommt, auf Beschütztwerden, oder auf eine Art antwort. Was ich lernen musste ist, dass man etwas selbst herausfinden muß, aktiv werden muß. Ich ziehe es vor, herumzusitzen und abzuwarten, aber das funktioniert nicht. Klingt komisch, aber ich glaube echt an diese Art göttlicher Vorsehung, wenn man es zulässt. Wenn du dem Leben erlaubst, dass etwas passiert, dann versuche nicht, es in die Richtung zu lenken, die du für wahrscheinlich hälst – womit ich sehr viel Zeit verbracht habe – dann geschehen sehr verblüffende Sachen, Dinge, die du nicht erwartet hast. Aber man muß etwas unternehmen. Dieser Song ist für mich ein Start für etwas Neues in meinem Leben."

KINGDOM
"Es geht um die Idee, daß es irgendwo einen besseren Ort gibt, und der ist nicht da oben in den Wolken, der ist genau hier. Und es geht darum, das Leben mehr zu akzeptieren, und wie es läuft. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass mich die Welt nicht interessiert. Ich habe Kinder und will sie beschützen, und manchmal habe ich nicht wirklich die Möglichkeit, das zu tun."

DEEPER AND DEEPER
"Er ist sehr sexuell und animalisch. Aber das ist auch ein großer Teil von mir; und das will ich ausdrücken. Ich fing an, ihn zu singen, und Christian sagte, ich müsste drei Fuß vom Mikrofon wegstehen – ich habe es einfach nur herausgeschrien. Ich wollte, dass der Song etwas von T.Rex, Gary Glitter und all diesen Glamourbands hat. Aber es ist so ein Blues-Ding geworden, aus einer Idee herausgenommen.
"


21 DAYS
"Dieser Song wurde um eine Art Stooges – Dröhnen herumgebaut, eine Bassgitarre in einer sehr seltsamen Art geschlagen. Er wurde mit meiner richtigen Stimme gesungen, so habe ich manche Sachen einfach herausgespuckt. Und ich glaube, dass wir diesen Turm der Angst bauen, in dem wir alle leben werden, bis wir uns dagegen entscheiden."

MIRACLES
"Dieser Song ist einer meiner Lieblingsstücke, weil er so ausdrucksvoll ist. Visuell ist es wie in den Nebel gehen und aus dem Nebel kommen. Er drückt ein wenig von dem aus, an was man glaubt, aber nicht ernsthaft. Ich werde mitteilen, dass ich nicht an Jesus glaube, aber dass ich immer noch weiter beten werde. Religion ist kein Konzept, das ich….ich denke, es ist veraltet. Aber gleichzeitig gibt es viele Momente, wo ich mich beim Beten für etwas ertappt habe. Wenn sich die Texte gegenseitig widersprechen, ist es, weil ich mir selber die ganze Zeit widerspreche. Die Sache ist, dass ich nicht an Wunder glaube, aber ich sehe, wie sie in meinem Leben und dem Leben anderer passieren. Ich habe starken Glauben an das Leben und die Liebe; ich glaube nur nicht an die Menschen. Aber es ist wirklich ein Lovesong. Und ich glaube an die Liebe, obwohl ich sie auch fürchte. In der Vergangenheit habe ich mich selbst komplett verloren, und wenn du dich verlierst, kannst du unmöglich eine Beziehung mit jemandem haben. Das in meinem Leben zu haben, eine Familie, das ist für mich das wichtigste, wie ich festgestellt habe."

USE YOU
"Dieser Song ist sehr leicht. Es geht um meine Abneigung gegen Leute, mich selbst, Abneigung gegen meine Arroganz und mein selbstzerstörerisches Verhalten. Ich will etwas benutzen, ich will das Leben dazu benutzen zu fliehen. Ich denke, das resultiert daraus, dass ich als Kind zu einer Sonntagsschule gezwungen wurde. Ich hörte es laut und deutlich, dass wir alle Sünder sind."

INSOLUBLE
"Es ist nur ein Wort, ich mag das Wort sehr. Es geht da um etwas, was du nicht wirklich greifen kannst, aber du weißt, dass es da ist. Ich merkte zwar, dass wir ihn nicht mit aufs Album nehmen sollten, aber wir haben ihn herausgeschnitten, die Drums herausgenommen. Und nun fühle ich, dass er passt."

ENDLESS
"Es geht darum, zu versuchen, daran zu glauben, daß da etwas ist am Ende des Tunnels und das irgendwie alle Probleme lösen kann; das ist die Illusion. Wir haben „Endless" auf 5 verschiedene Arten aufgenommen. Wir ließen es sehr hart klingen, aber das funktionierte nicht. Dann gingen Andrew und Christian in einen Club und der DJ ließ den Beat rückwärts laufen; die beiden kamen total aufgeregt zurück. Also haben wir Christian machen lassen und er präsentierte uns diesen off-beat. Ich denke, selbst in einem Pop-Format, wenn du dich selbst antreibst und Experimente zulässt, kann der Song auf so viele verschiedene Arten klingen; er ist hypnotisch, aber es ist auch ein Popsong."

A LITTLE LIE
"Dieser Song hat eine Art McGeoch/Siouxsie Sioux-Vibe. Sehr gothisch, und natürlich ist an Goth nichts falsches. Er ist wie einer dieser Songs, die echte Höhen und Tiefen haben und der dich an einen sonderbaren, irgendwie himmlischen Ort bringen. Viele der Depeche Mode – songs haben dieses Feeling; Martin und ich stehen sehr auf Moll-Akkorde. Der Beat ist eine Art morastisches Krabbeln; etwas aus der Tiefsee, was sich für mich wie etwas von John Lee Hooker and Muddy Waters anhört. Ich habe mich in diesem Song etwas über mich selbst lustig gemacht, indem wir dieses wirklich bombastische Opening genommen haben, und wie wir dann über gesungen haben, wie die Zeit dafür irgendwie verschwendet wurde."

DOWN
"Dieser Song ist einer meiner liebsten. Er hat so was von Country-Feeling in sich. Das ist die letzte kleine Reflektion der Zeit, zu der ich mit Paper Monsters fertig wurde. Er spiegelt die Tage wider, an denen ich nicht am Leben teilgenommen habe. Es gibt natürlich immer noch Tage, an denen ich immer noch so bin, wie „Scheiß drauf, laß uns ne Flasche Jack Daniels aufmachen."


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