| Construction Time Again | 1983 |
Tracklist: |
(Stumm 13) |
Cover |
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- Love, In Itself
- More Than A Party
- Pipeline
- Everything Counts
- Two Minute Warning
- Shame
- The Landscape Is Changing
- Told You So
- And Then...
- Everything Counts (Reprise)
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Alle Titel geschrieben von Martin L. Gore mit Ausnahme von 'Two Minute Warning' und 'The Landscape Is Changing'. Diese beiden Titel hat Alan C. Wilder geschrieben. Aufgenommen in den Garden Studios in London 1983. Produziert von Depeche Mode and Daniel Miller. Veröffentlichungsdatum: 22.8.1983 Das erste Album mit Alan als Vollmitglied. Dieser steuerte dann auch gleich zwei Stücke bei. 'Construction Time Again' ist das Album von Depeche Mode, welches seiner Zeit am meisten voraus war. Mit Hilfe der neuen Samplingtechnologie und angespornt durch den bei diesem Album zum ersten Mal mitwirkenden Gareth Jones kreierte Depeche Mode einen industriellen Sound dessen Höhepunkt das Stück 'Pipeline' ist. Außerdem beinhaltet das Album mit dem Stück 'Everything Counts' das wohl charakteristischste Stück für Depeche Mode in der ersten Hälfte der achtziger Jahre.Das Album wurde in den Hansa Studios in Berlin abgemischt. Der Aufenthalt in der damals noch geteilten Stadt führte zu einer bis heute andauernden starken Sympathie von Seiten Depeche Modes und der Plattenfirma Mute sowie anderer bei Mute beheimateter Künstler. Nicht zuletzt deswegen hat Mute in Berlin ihre deutsche Niederlassung. |
Stellte "A Broken Frame" mit dem Weggang von Kopf und Songschreiber Vince Clarke -- er gründete Yazoo -- den ersten, noch etwas wackeligen Versuch einer Neuorientierung weg vom fröhlich-romantischen Mitsing-Pop á la "See You" dar, war Construction Time Again ein erster Meilenstein auf Depeche Modes Weg zu einer der einflußreichsten Popgruppen der 80er. Und der 90er. Und vielleicht aller Zeiten. "Everything Counts", die erste Single des Albums und heute ein Klassiker, löste bei vielen, die Synthie-Pop süffisant als leere Knöpfchendreherei zu belächeln gewohnt waren, eine wahre Glaubenskrise aus: Das war ja ein richtiger Song, mit richtigem Text, ambitioniert, exzellent, der einem nicht mehr aus dem Kopf wollte und was zu sagen hatte! Eine nicht ganz kleine Pionierleistung im bunten Plastik-Zoo der 80er, die das Album als Ganzes, zwischen mehr dieser profunden Hits ("Love, In Itself"), frappierend einleuchtenden Spieluhr-Experimentalien ("Pipeline") und ungemütlich-ermahnenden Tönen ("More Than A Party"), noch vergrößerte. Kraftwerk steckten in all dem, die Einstürzenden Neubauten und der Japaner Riuichi Sakamoto -- und trotzdem blieb das Album, blieben Depeche Mode immer Pop. |
Kurzhistory zum Album |
Mit Alan Wilder wieder zu Viert, veröffentlichen Depeche Mode Anfang 1983 die ungeliebte Single "Get The Balance Right". Die Band stagniert. Klar ist, dass etwas passieren muss. Und dann trifft man mit Gareth Jones als neuen Studio-Toningenieur eine gute Wahl. In einem Londoner Studio in einem heruntergekommenen Industriegebiet suchen Depeche Mode nach ihrem neuen Sound. Und finden ihn, unterstützt von Jones, in der Umgebung: Mit dem mittlerweile erschwinglichen Sampler-Equipment werden Fabrik- oder Zuggeräusche, Schläge auf Metall oder schleifende Gullydeckel aufgenommen und in Martins neue Songs integriert. "Industrial" heißt die neue Musikrichtung. Depeche Mode strömen mit und experimentieren bis spät in die Nacht. Am 11. Juli erscheint die Single "Everything Counts", schießt direkt in die Top10 und überrascht die Kritiker. Bis heute ist der Song einer der beliebtesten DM-Songs überhaupt. Am 22. August folgt dann das Album "Construction Time Again", zu dem Alan Wilder mit "Two Minutes Warning" und "The Landscape Is Changing" zwei Songs beisteuert. Die Texte strotzen vor Sozialkritik und etwas naiver Anklagen gegen die Zerstörung der Umwelt und liegen damit 1983 voll im Zeitgeist. Aus dem guten Songmaterial muss "Pipeline" hervorgehoben werden, ein schleppender Sample-Track, der den experimentellen Soundwandel der Band wohl am besten demonstriert. Die sperrige zweite Single "Love In Itself" wird zum mittleren Flop. "Told You So" hätte sich da wohl viel eher angeboten. Auf weitere Auskopplungen verzichtet man, aber Depeche Mode sind wieder auf dem richtigen Weg, und der große Breakthrough steht unmittelbar bevor... |