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Music For The Masses Black Celebration Catching Up With DM Some Great Reward People are People Construction Time Again
Music F.T. Masses Black Celebration Catching Up Some Gr.Reward People Are People Constr. Time Again
A Broken Frame Speak and Spell        
A Broken Frame Speak & Spell        

In ihrer Bandgeschichte haben es Depeche Mode bisher auf zwölf Studioalben, zwei Live-Alben, zwei Single-Compilations und ein Remix-Compilation gebracht. Folgte in den 80iger-Jahren noch ein Album auf das andere, ließ sich die Band in den Neunzigern mehr Zeit für ihre Longplayer.
Zuletzt mussten die Fans auf das in Oktober 2005 erschienene Album "Playing The Angel" mehr als 4 Jahre warten.


Kurzzusammenfassung


Speak & Spell: 1981
In der kleinen Industriestadt Basildon, einem Vorort von London, gründen die Schulfreunde Vince Clarke, Martin Gore und Andrew Fletcher die Band „Composition Of Sound“. Auf der Suche nach einem geeigneten Sänger trifft man Dave Gahan, der auch gleich einen neuen Namen für die Band vorschlägt: Depeche Mode. Nach einigen glücklosen Bemühungen, an einen Plattenvertrag zu kommen, trifft die Band auf Daniel Miller, den Gründer des damals ebenfalls noch recht jungen Londoner Mute Labels. Dieser zeigt sich von der Band begeistert. Per Handschlag wird das Geschäft abgeschlossen. 1981 veröffentlichen Depeche Mode mit „Speak & Spell“ ihr erstes Album. Dieses im Zeichen eines einfach gestrickten Songwritings aus der Schule der New Romantics stammende Werk wurde bis auf zwei Ausnahmen von Vince Clarke verfasst. Mit „Just Can’t Get Enough“ landen Depeche Mode ihren ersten großen Hit. Nach der Veröffentlichung des Albums verlässt Clarke die Band, um zunächst Yazoo, und später, mit Andy Bell, Erasure zu gründen.

A Broken Frame: 1982
Martin Gore, der bereits auf „Speak & Spell“ zwei Lieder beisteuerte, übernimmt das Songwriting. Eine entscheidende Wende in der Karriere der Band: Auch wenn Gore mit zunächst noch sehr naiven Songs wie „The Meaning Of Love“ vor allem beim Durchhören in der Jetztzeit für einige Lacher sorgt, wird auch auf „A Broken Frame“ schon klar, dass Gore um eine andere Richtung bemüht ist: Es wird wesentlich düsterer. „The Sun And The Rainfall“ gibt sich zu zerbrechlich arrangierten Sounds aus dem Synthesizer in einer bedrückend melancholischen Grundstimmung. Das in Sachen Düsterheit diesem kaum nachstehende „Leave in Silence“ und das kryptische „My Secret Garden“ kann man auch heute noch gut und gerne hören. Mit „See You“, das Martin Gore bereits im Alter von 17 Jahren geschrieben hat, gelingt der Band ein weiterer Hit.

Construction Time Again: 1983
Mit dem ersten von insgesamt drei in den Hansa Studios, Berlin, aufgenommenen Alben beschreiten Depeche Mode neue Wege in Sachen Sound: Erstmals wird mit Sampling experimentiert- am besten dokumentiert dies das sperrige „Pipeline“. Auch die Aufnahme des Tourkeyboarders Alan Wilder als offizielles Bandmitglied wird in den folgenden Jahren entscheidenden Einfluss auf den Klang der Band nehmen. Neben der etwas enttäuschenden Single „Love In Itself“ gefällt das Album vor allem in seinen ruhigeren Momenten: „Shame“, „And Then…“, „Two Minute Warning“. Mit „Everything Counts“ verbuchen Depeche Mode ihren bisher größten Hit.

Some Great Reward: 1984
Depeche Mode schaffen den Durchbruch in Europa. Mit „People Are People“ feiert die Band ihre erste Nummer Eins in Deutschland. Die gesellschafts- und religionskritischen Singles „Master And Servant“ und „Blasphemous Rumours“ können ebenfalls punkten. Seither kennt die der Band entgegenschlagende Euphorie vor allem in Deutschland keine Grenzen. Hier hat die Band auch heute noch ihre wichtigste Fanbase. Passend zu dem Sadomasochismus thematisierenden „Master And Servant“ wandert auch das Outfit der Band in Richtung Lack und Leder. Rückblickend wirkt das heute, nun ja, etwas bizarr. Musikalisch dominiert auf „Some Great Reward“ ein aus keuchenden Maschinen gebrochener, früher Industrialsound.

Black Celebration: 1986
Das wiederum in Berlin- Martin Gore hat die Stadt mittlerweile als Hauptwohnsitz auserkoren- aufgenommene „Black Celebration“ läutet den Reigen der besten Depeche Mode Alben ein. „Lets have a black celebration, a black celebration, tonight. To celebrate the fact, that we’ve seen the back of another black day”: Gore verdichtet dabei das Leid einer sich im Trott der Großstadt einsam fühlenden Jugend. Das Video zur ersten Single, „A Question Of Time”, wird übrigens von Anton Corbijn gedreht. Der aus den Niederlanden stammende Fotograf und Regisseur arbeitete davor unter anderem mit Joy Division und U 2. Seither prägt die Kollaboration mit Corbijn das Erscheinungsbild der Band. Musikalisch sind es neben der grandiosen Single „Stripped“ aber vor allem die Albumtracks, die auf Black Celebration begeistern. Anspieltipps: „Here Is The House“, „Fly On The Windscreen“, „World Full Of Nothing“.

Music For The Masses: 1987
Der Albumtitel täuscht: Auch wenn Depeche Mode mit „Never Let Me Down Again“ eines ihrer vielleicht besten Lieder aufgenommen haben, ist dieses Album nicht unbedingt für die breite Masse bestimmt. Gore spielt mit dem von ihm gesungenen „The Things You Said“ einen weiteren Klassiker ein. Die Singleauskopplung „Strangelove“ bringt der Band den ersten Live-Auftritt bei den „MTV Video Music Awards“ .Mit der darauf folgenden Welttournee machen sich Depeche Mode auch in den USA beliebt: Das abschließende Konzert im Rose-Bowl-Stadium Pasadena vor rund 75.000 Besuchern wird aufgezeichnet und unter dem Titel „101“ als Live-Album veröffentlicht.

Violator: 1990
In nur neun Liedern komprimieren Depeche Mode ihre Visionen zum bis heute wahrscheinlich besten Album der Band. Der für den Sound zuständige Alan Wilder fügt gemeinsam mit dem Produzentengott Flood großartig verspielte und dennoch immer genau auf den Punkt kommende Soundexperimente zu einem großen Ganzen. Martin Gore schreibt mit „Enjoy The Silence“ eine Jahrhundertnummer, die wie nur eine handvoll andere den Terminus Pop definieren. Das stampfende „Personal Jesus“ vereint lässige Blues-Riffs mit bewusst auf kühl machenden Synthesizern. Ein perfektes Popalbum.

Songs Of Faith And Devotion: 1993
Die großen Erfolge der letzten Jahre, das ausgedehnte Tourleben mitsamt seinen getreu dem Schlachtruf “Sex, Drugs and Rock’n Roll” zelebrierten Partys fordern ihre Opfer: Sänger Dave Gahan, der seinen Körper bereits über Jahre mit übermäßigem Alkohol- und Drogenmissbrauch schädigte, verfällt dem Heroin. Die ersten Aufnahmesession für „Songs Of Faith And Devotion“ gleichen einem Desaster- nach mehreren Monaten im Studio kann die Band keinen einzigen fertigen Song vorweisen. Nach etlichen weiteren, an den Kräften zehrenden Aufnahmemonaten kehrt die Band mit einem weiteren, beinahe perfekten Album zurück. Die erste Single, „I Feel You“, stößt die alten Fans der Band allerdings heftig vor den Kopf: Im Video zu diesem großartig rockistischen Unsinn stilisiert sich Sänger Dave Gahan zu einem selbsternannten Rockgott im Grunge-Look. Die mit biblischen Motiven angereicherten Texte Gores drehen sich intensiv wie nie zuvor um die Themenkomplexe Glaube und Sex. Das musikalische Spektrum wird um Soul- und Gospelanleihen bereichert. Unbedingt anhören: „Walking In My Shoes“, „Higher Love“, „In Your Room“, „One Caress“. Nach der Veröffentlichung des Albums geht die Band auf Tournee- mit einer Dauer von eineinhalb Jahren (!) ihre mit Abstand längste. Nach weiteren Drogenexzessen und schließlich einer Überdosis Heroin erleidet Sänger Dave Gahan einen Herzstillstand. Er ist für drei Minuten klinisch tot, kann schließlich aber erfolgreich reanimiert werden.

Ultra: 1997
Die Aufnahmen zu „Ultra“ beginnen unter den schlechtesten Voraussetzungen: Zwar hat Martin Gore bereits eine Reihe großartiger Songs geschrieben- Sänger Dave Gahan befindet sich aber nach einer Entziehungskur noch immer in sehr schlechter Verfassung. Er droht, nach den Exzessen der Vergangenheit und den Anstrengungen der Rehabilitation, seine Stimme zu verlieren. Nachdem Gahan während einer sechswöchigen Aufnahmesession kein einziges Lied einsingen konnte, werden die Aufnahmen vorläufig gestoppt.
Die Veröffentlichung von Ultra Anfang des Jahres 1997 bedeutet schließlich ein Comeback, mit dem niemand mehr gerechnet hatte. Das als erste Single veröffentlichte „Barrel Of A Gun“ lässt mit seinem peitschenden Beat zu psychedelischen Sounds ein lautes Album vermuten. Das Gegenteil ist der Fall: Ultra ist ein mit allen Merkmalen eines stillen „Alterswerkes“ versehenes Sammelsurium tiefgehenden Songwritings im Zeichen einer bislang ungewohnten Introvertiertheit. Durch die Einbindung von Gastmusikern wie etwa Jaki Liebezeit, der durch die deutsche Avantgarde-Legende „Can“ bekannte Perkussionist, und die von Bomb The Bass-Mastermind Tim Simenon geleitete Produktion ist „Ultra“ auch eine Rückkehr zum Underground. Ein definitiv schwieriges wie großartiges Album.

Exciter: 2001
Mit Exciter hatten nicht nur Fans, sondern auch die Kritiker ihre liebe Not. Gleich mehrere Dinge waren auf diesem Album nicht schlüssig: Zum einen bemühte sich Produzent Mark Bell, bekannt durch sein Projekt LFO sowie die Produktion des Björk Albums „Homogenic“ zwar redlich, durch Experimente- unter anderem auch mit Clicks & Cuts- Depeche Mode einen neuen Sound zu verleihen. Dabei wurde aber jener Bombast, der für die Band immer so charakteristisch war, völlig ausgelassen: Wer Bass und Beats sucht, wird hier nicht fündig- weswegen die Songs auch etwas entrückt wirken. Zum anderen wollte es bei Martin Gore zum ersten mal seit langer Zeit mit dem Songwriting nicht so recht funktionieren: Mit dem schrecklich uninspirierten „I Feel Loved“, das noch dazu als Single veröffentlicht wurde, und dem besonders langweilig alte Dämonen herauf beschwörenden „The Dead Of Night“ hat „Exciter“ gleich zwei schwerwiegende Fehler zu verzeichnen. Sei’s drum. „Freelove“, und „Dream On“ gefallen auch heute noch.

Playing The Angel: 2005
"Gib mir einen Schmerz, an den ich gewöhnt bin": Die wohl einflussreichste und stilbildendste Band des Jahrhunderts veröffentlichte mit ihrem elften Studioalbum „Playing The Angel“ ein weiteres Meisterstück. Die Band selbst spricht dabei von "Pain and suffering in various tempos". Unter den Fans liebevoll PTA genannt, erreichte die Platte in 16 Ländern binnen kürzester Zeit die Spitze der Albumcharts und verkaufte sich weltweit über mehr als 2 Millionen Mal. Zur Freude der seit Jahren sehnsüchtig wartenden Fangemeinde gehen Depeche Mode im Rahmen der sich insgesamt über 3 Runden ausdehnenden "Touring The Angel" 2005/2006 vor insgesamt über 2,5 Millionen Menschen in 31 Ländern wieder auf Welttournee. Letztlich werden Gerüchte über eine Trennung wie weggeblasen sein und die „Gemeinde“ um viele neue und alte Fans reicher sein.

Best Of - Volume: 2006
Depeche Mode, ohne Zweifel eine der erfolgreichsten Elektronik-Bands der Welt, veröffentlichen im November 2006 die erste "Best Of" Collection ihrer Bandgeschichte und blicken damit auf eine außerordentliche Karriere zurück. Insgesamt 18 Superhits inklusive der brandneuen Single "Martyr", die bereits am 27.10.2006 erschienen ist, spannen einen eindrucksvollen Bogen des musikalischen Schaffens der Band. Die energetisch pulsierende Single "Martyr" reiht sich in das Feuerwerk der übrigen 17 Songs nahtlos ein.
Diese ultimative Hit-Sammlung aus dem Hause Depeche Mode wird niemanden, der in den letzten 25 Jahren Musik erlebt hat, unberührt lassen. Songs wie "Just Can't Get Enough", "Everything Counts", "Personal Jesus", "Enjoy The Silence" oder "Precious" sind längst ein Stück Zeitgeschichte, die bei vielen persönliche Erinnerungen an die eigene Lebensgeschichte wach werden lassen. Alle Songs stammen von den mittlerweile 11 Studioalben der Band, die zwischen 1981 und 2005 veröffentlicht wurden.

Sounds Of The Universe: 2009
Der Titel "Sounds Of The Universe“ hat verschiedene Bedeutungen, vom spirituellen Subtext bis hin zu seinen retro-futuristischen Arrangements. "Wir haben verschiedene alte Analog-Synthesizer und Drum-Maschinen verwendet, die irgendwie Bilder vom Universum und Weltraumreisen heraufbeschwören“, erklärt Martin. "Es ist uns gelungen, diese Vintage-Geräte einzusetzen, ohne das Ergebnis zu retro klingen zu lassen. Das ist die Zukunft von gestern, deshalb passt der Albumtitel meiner Meinung nach perfekt.“ Gleichzeitig signalisiert "Sounds Of The Universe“ eine weitere Zusammenarbeit zwischen Depeche Mode und Ben Hillier, der bereits ihr 2005er Album "Playing The Angel“ produziert hatte. Der begabte Allrounder hat sowohl mit grossen Orchestern als auch Rockbands gearbeitet und zeichnet auf diesem Album für eine zeitlose Klangpalette aus Vintage-Bleeps und -Beats in Kombination mit zeitgenössischen elektronischen Texturen verantwortlich. Wie bereits auf dem Alum "Playing The Angel“ stammen die Songs auf "Sounds Of The Universe“ sowohl von Martin als auch von Dave. Nachdem der Sänger er sein Talent auf zwei Soloalben unter Beweis gestellt hat, gilt Daves Gahans Status als Depeche Modes zweiter Songwriter als redlich verdient. Martin und Dave teilen sich die Vocals in mehreren Songs und haben sogar einen Track auf diesem Album gemeinsam geschrieben.



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